Einwahllink nicht bekommen?

Wählen Sie sich um 10 Uhr über diesen Link ein: https://zoom.us/j/93807943130

 

Am 9. Juli 2020 werden wir Ihnen in einer Videokonferenz den von uns entwickelten Vorschlag für eine

neue  Rechtsformvariante der GmbH für Unternehmen in Verantwortungseigentum vorstellen und diskutieren. 

Dazu möchten wir Sie herzlich einladen:

Prof. Dr. Anne Sanders, M.Jur.

(Universität Bielefeld)

Prof. Dr. Rüdiger Veil 

(Ludwig-Maximilians-Universität München)

Prof. Dr. Florian Möslein, LL.M. 

(Philipps-Universität Marburg)

Prof. Dr. Simon Kempny, LL.M.

 (Universität Bielefeld)

Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb 

 (Universität zu Köln)

 Dr. Arne von Freeden, LL.M.  (Flick Gocke Schaumburg)


Weitere Redner und Rednerinnen:

Professor Dr. Dres. h.c.

Paul Kirchhof

(Richter des Bundesverfassungs-gerichts a. D., / Universität Heidelberg)

Prof. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Schön

(Max-Planck-Institut für Steuerrecht und öffentliche Finanzen München)

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Peter Hommelhoff

(Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)


Univ.-Prof. Dr. Susanne Kalss, LL.M.

(Wirtschaftsuniversität Wien)

Prof. Dr. Michael Hüther 

(Institut der deutschen Wirtschaft)

 Prof. Dr. Mathias Habersack

(Ludwig-Maximilians-Universität München)



Warum diese Konferenz?

 

Eine wachsende Zahl von Unternehmern, die sowohl etablierte Familienunternehmen als auch junge Start-up-Unternehmen leiten, wollen die Unabhängigkeit und den Bestand ihrer Unternehmen im Sinne einer nachhaltigen Wertschöpfung sicherstellen und ihre Unternehmen dafür in „Verantwortungseigentum“ überführen. 

 

Der Begriff „Verantwortungseigentum“ bezeichnet eine besondere Form von Unternehmenseigentum; verantwortungsvolles Unternehmertum ist in vielen Formen möglich. „Verantwortungseigentümern“ kommt die Leitungsmacht über ihr Unternehmen zu, doch haben sie keinen Zugriff auf den Unternehmensgewinn und das in der Gesellschaft gebundene Vermögen (sogenannter „Asset lock“). Unternehmer verstehen sich damit praktisch als Treuhänder des Unternehmens. Gesellschaftsanteile und damit die Verantwortung für das Unternehmen werden innerhalb einer engen Gemeinschaft der Gesellschafter weitergegeben (sogenannte „Fähigkeiten- und Wertefamilie“).

 

Unternehmen in Verantwortungseigentum möchten in der Regel einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen und gleichzeitig gewinnorientiert am Markt tätig sein. Sie sind aber weder notwendig gemeinnützig noch auf einen gemeinwohlfördernden Zweck verpflichtet. Eine steuerliche Privilegierung wird nicht angestrebt.

 

Für Unternehmen in Verantwortungseigentum gibt es in der deutschen Wirtschaft Vorbilder (u.a. Bosch, Zeiss, Alnatura, Globus). Diese Pioniere mussten und müssen zur Verwirklichung von Verantwortungseigentum hochkomplexe Stiftungs- und Gesellschaftskonstruktionen schaffen. Vergleichbare Konstruktionen erfordern hohen Beratungsaufwand und damit erhebliche Kosten. 

 

Deswegen setzen sich hunderte Unternehmerinnen und Unternehmer aber auch namhafte Ökonomen wie Prof. Dr. Marcel Fratzscher (Präsident des DIW), Prof. Dr. Michael Hüther (Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft) oder Prof. Dr. Ann-Kristin Achleitner für die Schaffung einer neuen Rechtsformvariante der GmbH ein, die insbesondere eine Vermögensbindung im Sinne des Verantwortungseigentums  einfacher ermöglicht. Auch politisch wird das Konzept wahrgenommen: sowohl der Bundeswirtschaftsminister, als auch die Vorsitzenden der CDU und der SPD haben sich mit dem Konzept beschäftigt und große Sympathie bekundet - die Grünen haben die Forderung nach einer solchen Rechtsform bei ihrem letzten Parteitag beschlossen.

 

Vor diesem Hintergrund wurde von uns ein Gesetzesentwurf  für eine entsprechende Ergänzung des GmbHG erarbeitet und vorgelegt. Vervollständigt wird der Vorschlag durch  steuerrechtliche Reformvorschläge, erarbeitet von Prof. Dr. Simon Kempny und Dr. Arne von Freeden.